Die Historie

Ihren Ursprung hat die Kaufmannschaft zu Lübeck in den „gemenen copmen by der travene“ - den Handeltreibenden Kollegien - die nach der Gründung Lübecks, Mitte des 12. Jahrhunderts, die wirtschaftliche Selbstverwaltung übernahmen. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte gewannen die Lübecker Kaufleute immer mehr an Bedeutung und Einfluss. Ihre politische Mitsprache wurde im Jahr 1669 in der „Zwölfkollegienverfassung“ rechtlich verankert.


Kaufmannschaft_HL_ir180_thomasBERG-0810Als im Jahre 1848 im Zuge der politischen Neuorientierungen die Mitbestimmungsrechte der Kaufleute auf die Bürgerschaft übergingen, schlossen sich die „commercierenden Kollegien“ im Jahr 1853 zu einer gemeinsamen „Kaufmannschaft zu Lübeck“ zusammen. Noch heute beinhaltet das Siegel der Kaufmannschaft zu Lübeck die acht handeltreibenden Kollegien: die Kompanien der Bergen-, Nowgorod-, Riga- Schonen- und Stockholmfahrer, die Gewandschneider und Krämer, sowie die Kaufleutekompanie.


Die Mitglieder der Kaufmannschaft zu Lübeck wählten einen Vorstand, den sie „Handelskammer“ nannten. Im Zuge des „Groß-Hamburg-Gesetzes“ wurde die institutionelle Verbindung zwischen Kaufmannschaft und Handelskammer wieder aufgehoben, und beiden Organisationen wurde der Status einer selbstständigen Körperschaft des öffentlichen Rechts zugesprochen.


Während die Kammer sich fortan Industrie- und Handelskammer zu Lübeck nannte und auch für die anliegenden Kreise zuständig wurde, blieb das Aufgabengebiet der Kaufmannschaft zu Lübeck auf die Stadt Lübeck bezogen. Dennoch sind beide Institutionen noch heute miteinander verbunden. So schreiben beispielsweise die Satzungen vor, dass die Präsidin oder der Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck dem Vorstand der Kaufmannschaft zu Lübeck – soweit sie oder er Mitglied der Kaufmannschaft ist -kraft Amtes angehört. Andererseits sollen Präsidin oder Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck und mindestens ein Vorstandsmitglied der Kaufmannschaft zu Lübeck der Vollversammlung der IHK angehören.

Als Mitglieder kommen Unternehmer und Führungskräfte in Frage, die ein besonderes Gespür für die Tradition des Lübecker Kaufmannsstandes haben, diese Tradition bewahrt wissen wollen und den übergeordneten Gemeinschaftsaufgaben der Wirtschaft gegenüber aufgeschlossen sind.

 

Die Kaufmannschaft zu Lübeck hat ihre Geschäftsstelle in den historischen Räumen des Hauses der Kaufmannschaft in der Breiten Straße 6-8. Von außen nicht unbedingt erkennbar, beherbergt das Gebäude doch einige wunderschöne Schmuckstücke:

 

diele   Die Diele

Der erste Raum im Haus der Kaufmannschaft stammt aus dem früheren Haus der Krämer-Kompanie - der Vereinigung der Einzelhändler.

Der "Schnitker" Tönnies Evers schuf die Paneele, auf denen sich die Jahreszahl 1595 befindet.
groes gemach   Das Große Gemach

Der einstige Sitzungssaal der Kaufleute-Kompanie wurde ebenfalls von Tönnies Evers in den Jahren 1610 bis 1612 geschaffen.

Die Gemälde zeigen in den Rat der Hansestadt gewählte Mitglieder der Kaufleute-Kompanie.
fredenhagen-zimmer   Das Fredenhagen-Zimmer

Einmalig im norddeutschen Raum ist das Fredenhagen-Zimmer. Es wurde in elfjähriger Arbeit von 1572 bis 1583 von Hans Dreger hergestellt und gehörte ursprünglich zur Ausstattung eines prächtigen Bürgerhauses unterhalb der Marienkirche.

Der Raum enthält mehr als 1000 Figuren, die u. a. Szenen aus der Bibel und aus der antiken Mythologie darstellen.
eschenburgzimmer   Das Eschenburgzimmer

Dieses Sitzungszimmer befindet sich im ersten Stock und wurde mit detailreichen Stuckarbeiten restauriert.

 

Mit Ausnahme des Fredenhagen-Zimmers können Sie diese Räumlichkeiten über das Technikzentrum Lübeck mieten und Ihrer Veranstaltung so ein ganz besonderes Ambiente verleihen.

Kaufmannschaft zu Lübeck

Breite Straße 6-8
23552 Lübeck
Tel.:  0451 - 30 03 66 40
Fax:  0451 - 30 03 66 49

 

 

© Kaufmannschaft zu Lübeck, 2015

Werbeagentur, Internetagentur Lübeck

Mitglieder-Login

 

Ansprechpartner für Presse und Redaktion der Website

Annette Prieß


Kontakt | Impressum